Einige Jahreszahlen berichten aus der Geschichte von Ahl

 

 1326           Ahl wird erstmals urkundlich erwähnt: "Alda".
                     Der Edelknecht Eckart Ruschen verkauft in "Alda"
                     einen Hof (Gärtner/Walter) an Konrad Schubern.
1390/1438    Die Herren von Hutten, das damals mächtigste Adelsgeschlecht
                     in hiesiger Gegend, erwerben vom Hochstift Fulda die
                     Burg Stolzenberg, Soden und das Gericht Salmünster,
                     zu dem auch Ahl gehört.
1445            Hans von Hutten erhebt den Zahnten von allen "Neugerothen"
                    und "Neuländern" um Ahl (Neuling).
1516            Der Hof von Hen Elsasser (Ellenbrand/Wolf) wird urkundlich erwähnt.
1529            Die Männer aus allen Orten, die den Herren von Hutten gehören,
                    leisten den Brüdern Ludwig und Ulrich von Hutten
                    den "Herren" und Erbhuldigungseid".
1540            Die Herren von Hutten verkaufen den größten Teil der Herrschaft
                    Salmünster für 26 000 Gulden an den Kurfürsten und Erzbischof
                    von Mainz, Albrecht von Brandenburg. Ahl kommt zunächst zur
                    Hälfte zu Mainz. Später veräußerten die von Hutten noch mehr
                    von Salmünster, Soden und Ahl, sodass Mainz schließlich 4/5,
                    die Herren von Hutten noch 1/5 besaßen.
1593            Die Pest wütet in Ahl.
1605            Ahl zählt 22 Familien mit 126 Einwohnern. Seit dem Jahre 1529
                    kommen folgende Familien"namen bis heute vor: Hummel, Jäckel
                    und Schmidt. Seit 1605 noch Walter und Wiederspahn.
1618-1648   Im Dreißigjährigen Krieg ziehen viele Kriegsvölker über die
                    "Straße des Reiches" im Kinzigtal durch Ahl. Die Bevölkerung leidet
                    unter Einquartierungen, Plünderungen, Verwüstungen, Pest und  Hungersnot.
1635            Bei der Erbhuldigung an den Fürstabt Joachim von Fulda am 20. Juli
                    auf dem Rathaus in Salmünster erscheinen die noch lebenden Bürger
                    und Untertanen von Salmünster, Soden und Ahl: "in allem 38 Mann stark".
1635            Das Dorf Auerbach zwischen Steinau und Ahl wird wüst (Pest).
1650            Die aus Gelnhausen vertriebenen Franziskanermönche lassen sich in
                    Salmünster nieder. Sie üben auch die Seelsorge in Ahl aus.
1686            Der Wirt Adam Hummel wird von Zigeunern erschossen.
1734            Das Amt in Salmünster, zu dem auch Ahl gehört, gelangt ganz vom
                    Erzbistum Mainz an das Hochstift in Fulda. Die Huldigung erfolgt 1736.
1742            Zur Abwendung von Seuchen wird in der Pfarre Salmünster (mit Ahl)
                    ein "Verlobter Tag" eingeführt. (20. Januar, Tag des Hl. Sebastian).
1756-1763   Siebenjähriger Krieg. Wieder leidet die Bevölkerung Not
                    durch Einquartierungen, Proviantlieferung und plündernde Soldaten.
1763            Ahl hat 140 Einwohner.
1790            Der Fürstbischof von Fulda, Adalbert III von Harstall, prüft die
                    wirtschaftliche Lage seiner Untertanen.
                    Bei Ahl heißt die Eintragung: "ohngefehr 34, teils Bauern, teils Hüttner.
                    Sehr arm und verschuldet bis auf etliche Bauern".
1791            Durch eine Seuche wird in Salmünster, Soden und Ahl das
                    gesamte Rindvieh hinweggerafft.
1806-1813   Unsere Heimat kommt unter französische Herrschaft.
                    In den napoleonischen Kriegen ziehen die verschiedensten
                    Kriegsvölker durch das Kinzigtal. Erneut leidet die Bevölkerung
                    unter den Kriegswirren.
1808            Räuberbanden treiben verstärkt ihr Unwesen.
                    In unserer Gegend ist besonders die Vogelsberger Räuberbande gefürchtet.
                    Sie plündern den Johannes Flach in Ahl aus.
                    Zwischen Steinau und Ahl (im Steinauer Wald) werden
                    5 Handelsleuten, die mit einer "Chaise" aus Gelnhausen kommen,
                     von Straßenräubern überfallen und ausgeplündert.
1810            Die Fürstentümer Hanau und Fulda kommen zum Großherzogtum
                    Frankfurt, das Napoleon neu gebildet hat.
1816            Das Distriktamt Salmünster wird kurhessisch, nachdem es einige Zeit
                    unter österreichischer Verwaltung stand.
1830            Ahl kommt mit Salmünster zum Kreis Schlüchtern in der Provinz Hanau.
1837            Ahl hat 335 Einwohner.
1866            Unsere Heimat kommt zum Königreich Preußen.
1876-1912   Lehrer Anler (Schule Ahl).
1877            Justizrat Scheuch beginnt auf seinem Hofgut (Gebhardt) Wermut
                    anzubauen und zu verarbeiten.
1890            P. Maximilian Kirchner stirbt bei einem Versehgang in Ahl.
                    Zum Gedenken wird ein Kreuz errichtet (B 40).
1910-1913   Bau der Marienkapelle in Ahl. Die Katholiken von Ahl
                    gingen früher in Salmünster zur Kirche.
                    Auch die Toten wurden in Salmünster begraben.
1912-1933   Lehrer Josef Weigand.
1912-1945   Bürgermeister Wendelin Hummel.
1913            Bau des Spritzenhauses (ehemaliges Wohnhaus Kilian Noll).
1920            Bau der Wasserleitung.
1927            Umbau der Schule. 33 Schüler besuchen die Volksschule,
                    15 Knaben, 18 Mädchen.
1934-1916   Lehrer Theo Botthof.
1939            Ahl hat 279 Einwohner. 35 Schüler besuchen die Volksschule,
                    20 Knaben, 15 Mädchen.
1945            Sieben unbekannte Soldaten einer Strafkompanie werden in Ahl
                    von der SS erschossen. 
                    Beim Einmarsch der Amerikaner wird ein Soldat erschossen.
                    Daraufhin soll Ahl zerstört werden. Durch intensives Bitten und
                    durch die Fürsprache desenglischen Kriegsgefangenen Major
                    Geoffrey Bedding wird die drohende Zerstörung abgewendet (1. April).
                    Der Landkreis  Schlüchtern wird auf Beschluss der amerikanischen
                    Militärregierung dem neu gebildeten Land Hessen angegliedert.
1945-1952   Bürgermeister Johann Amberg.
1946            Feierliches Gelöbnis, den 1. April zur Erinnerung an die Errettung Ahls
                    vor  der Zerstörung als "Verlobten Tag" alljährlich zu begehen.
                    Ahl hat 394 Einwohner.
                    In die Volksschule gehen 70 Schüler, 38 Knaben und 32 Mädchen.
                    Beginn der Flurbereinigung (Umlegung).
1946-1955   Lehrer Wilhelm Harnischfeger.
1950            Beginn der Kanalisation und der Ausbau der B 40, Bau der
                    Schulstraße und der Brunnenstraße.
1952            Einweihung des neuen Sportplatzes an der Brunnenstraße.
1952-1972   Bürgermeister August Amberg
1956-1964   Lehrer Ernst Bleise
1968-1975   Lehrer Josef Noll
1972            Die Gemeinde Ahl beschließt sich freiwillig der Stadt Bad Soden an.
1973            Einweihung des Feuerwehrgerätehauses in der Schulstraße.
                    Anschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges (TSF).
1974            Die Städte Bad Soden und Salmünster werden durch Gesetz
                    der Hessischen Landesregierung zur Stadt Bad Soden"Salmünster
                    zusammengeschlossen.
                    Ahl hat 565 Einwohner.
                    Bebauung in südöstlicher Richtung (Heideberg).
                    Der Main"Kinzig"Kreis wird aus den Kreisen Hanau, Gelnhausen,
                    Schlüchtern und der Stadt Hanau gebildet.
1975            Schließung der Volksschule in Ahl. Die Kinder besuchen die
                    Henry" Harnischfeger"Schule in Salmünster.
1975-1988   Bau des Kinzig "Staudammes (Größe des Stausees: 70 ha, 
                    Hochwasserrückhaltung, Stromerzeugung, Freizeitnutzung).
1976-1979   Große Renovierung der Kirche.
1977-1993   Ortsvorsteher Ewald Wolf.
1977            Umbau der Schule zum "Haus der Vereine".
1978            1. Hutzelfeuer in Ahl.
1979-1980   Bau des Blockhauses
1980            Ahl hat 653 Einwohner
1983            1. Dorffest in Ahl
1984            1. Backhausfest in Ahl
1985-1987   Bau der Mariengrotte unter Pater Ludwig Böhm (gest. 1988).
                    Besondere Wallfahrtstage sind der Pfingstmontag und  der
                    15. August (Maria Himmelfahrt).
1985-1986   Sanierung der Straße am Hang
1986            Bau des Radweges Ahl " Salmünster
1988            Einbau einer Kirchturmuhr zum 75. Kirchweihfest.
1988            Erstmalige Forderung des Ortsbeirates Ahl zur Aufnahme in das
                    Dorferneuerungsprogramm des Landes Hessen.
1990            Ahl hat 671 Einwohner.
1991            Einweihung des neuen Sportplatzes.
                    Bau des Spielplatzes an der Schule.
                    Erneute Renovierung der Kirche, Einbau einer Empore.
1993-1998   Ortsvorsteherin Martina Kulke.
                    Bau des Regenüberlaufbeckens in der Erlesbachstraße,
                    Neuverlegung der Kanalisation in Teilstraßen des Unterdorfes.
1994            Einweihung des Wendelinus"Bildstockes am Backhaus.
                    Eröffnung des Autobahnabschnittes Ahl " Distelrasen der A 66
                    am 16. Dezember mit großem Straßenfest in Ahl.   
1995           Verleihung der Ehrenbürgerrechte an den "Retter von Ahl",
                   Herrn Major Geoffrey Bedding (Neuseeland), und Einweihung
                   der Brunnenanlage anlässlich des 50. Jahrstages der Errettung Ahls
                   vor der Zerstörung.
1996           Einweihung des Feuerwehrgerätehauses.
                   Neue Kinzigbrücke zwischen Ahl und Bad Soden.
1997           Erneuerung der Asphaltdecke der ehemaligen B 40, aber keine
                   neuen Bürgersteige.
2000           Erneuter Antrag des Ortsbeirates zur Aufnahme Ahls in das
                   Dorferneuerungsprogramm.
2002          Einweihung des Friedhofkreuzes.
                  Anliegerversammlung zum Rückbau der ehemaligen B 40

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